Liebe Patienten,

aufgrund der aktuellen Situation sind wir von Seiten des Gesundheitsamtes gezwungen unsere Praxis bis zum 5.04.2020 zu schließen. Wir sind dann aber wieder für Sie da.
Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Ihr Praxisteam

OrthoCentrum Bad Schwartau

CT-gesteuerte Schmerztherapie

Ein minimalinvasives Therapieverfahren


Liebe Patienten,

Rückenschmerzen und mit der Wirbelsäule assoziierte Erkrankungen sind häufige Gründe für einen Arztbesuch.
So können beispielsweise Bandscheibenvorfälle lang anhaltende Beschwerden verursachen.

Als Folge kann es zu einer Irritation einer Nervenwurzel mit Schmerzausstrahlung in den Arm oder das Bein kommen (radikuläre Schmerzen). Teilweise können Gefühlsstörung oder Bewegungsbeeinträchtigung bis hin zu Lähmungen auftreten. Auch hierbei sind die Ursachen lokale entzündliche Prozesse.

Des Weiteren finden sich neben den funktionellen Störungen, wie Fehl- oder Überbelastung, häufig Verschleißerscheinungen an den Zwischenwirbelgelenken, die zu lokalen tiefsitzenden Kreuz- und Nackenschmerzen führen (Facettensyndrom). Die Ursache ist hierbei oft eine chronische Reizung dieser Strukturen und führt zu anhaltenden Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Die alleinige medikamentöse Schmerztherapie ist dabei zumeist nicht zufriedenstellend.

 

Was ist eine CT-gesteuerte Schmerztherapie?

Bei diesen genannten Krankheitsbildern kann die CT-gesteuerte Schmerztherapie eine gezielte und effiziente Behandlung darstellen. Die Behandlung kann grundsätzlich an allen Abschnitten der Wirbelsäule durchgeführt werden und bietet eine gute und risikoärmere Alternative zu den bekannten operativen Therapieverfahren an der Wirbelsäule.

Bei diesem Verfahren wird unter computertomographischer Kontrolle eine hauchdünne Hohlnadel millimetergenau in das betroffene Gebiet platziert, wie beispielsweise an das Zwischenwirbelgelenk, das Iliosakralgelenk (Kreuzbein-Darmbeingelenk), in den Spinalkanal (epidurale Infiltration) oder an eine Nervenwurzel.

Nach Kontrolle der korrekten Lage der Nadel durch eine CT-Aufnahme können dann Medikamente, wie örtliche Betäubungsmittel sowie entzündungshemmende Medikamente (z.B. Kortison) in geringen Dosen verabreicht werden.

 

Wie sicher ist die CT-gesteuerte Schmerztherapie?

Die bildgesteuerte Schmerzbehandlung bietet ein hohes Maß an Sicherheit für den Patienten, da im CT-Bild die verschiedenen Gewebetypen wie z.B. Muskel, Gelenke oder Nervenwurzeln präzise unterschieden werden können. Somit können gesunde Strukturen sicher geschont und im Bereich der betroffenen Region eine hohe Wirkdosis erreicht werden.

 

Wie genau wird die Therapie durchgeführt und kommt diese Therapie für mich in Frage?

Ob eine Behandlung für Sie in Frage kommt, wird ausführlich mit einem unserer Ärzte vorab besprochen.

Vor einer Behandlung sollte auch eine entsprechende Diagnostik erfolgt sein. So ist in vielen Fällen, insbesondere bei Bandscheibenvorfällen eine CT-/ MRT-Untersuchung im Vorfeld obligat. Des Weiteren erfolgt in einem Vorgespräch eine ausführliche Patientenaufklärung über mögliche Risiken und Nebenwirkungen sowie Abklärung über Allergien (z.B. Kontrastmittelallergie).

Bei der CT-gesteuerten Schmerztherapie handelt es sich um ein ambulantes Verfahren.

Das ganze Procedere dauert nur wenige Minuten. Nach der erfolgten Behandlung sollte der Patient noch kurze Zeit im Wartezimmer verbringen (ca. 5-10 min.), da es selten zu einem vorübergehenden, jedoch unbedenklichen Taubheitsgefühl und teilweise zu einer Schwäche in den Beinen kommen kann.

Die Behandlung kann in kurzem Abstand und mehrfach wiederholt werden.